Doug Hammond (* 26. Dezember 1942 in Tampa/Florida) ist ein US-amerikanischer Jazzmusiker (Schlagzeuger, Komponist, Sänger).
Hammond hatte vom achten Lebensjahr an Posaunenunterricht und studierte von 1957 bis 1968 an der
Howard W. Blake Performance Arts High School in Tampa. Bereits ab 1962 war er als Schlagzeuger tätig. Er spielte u.a. für Earl Hooker, Stanley Cowell,
Kenny Dorham,
Bobby Hutcherson,
Sam Rivers und
Charles Mingus (
Mingus Moves, 1973),
Sonny Rollins,
Charles Mingus,
Sammy Price,
Donald Byrd,
Nina Simone,
Betty Carter und Marion Williams.
1975 kam Hammond nach Europa, wo er zunächst mit
Wolfgang Dauner spielte. 1977 wurde er Mitglied von Peter Gigers
Family of Percussion. Weiterhin arbeitete er mit
Sigi Busch und Sulaiman Hakim sowie mit Aladár Pege und
Al Foster. Seit 1981 präsentierte er sein eigenes Trio mit
Steve Coleman und dem Cellisten Muneer Abdul Fataah („Folks“, 1980; „Perspicuity“, 1991). 1982 trat er mit Paquito D'Rivera auf dem
Frankfurter Jazz Festival auf. Er arbeitete auch mit der Gruppe
Mombasa, mit
Mal Waldron,
Amina Claudine Myers, Marcus Belgrave und
Kirk Lightsey. Er wirkte zudem an Einspielungen von Özay Fecht,
James Blood Ulmer,
Arthur Blythe und dem
Tenor Tribute von Arnett Cobb, Jimmy Heath und
Joe Henderson mit.
Hammond lebt in Linz. Seit 1989 ist er Professor an der Jazzabteilung der dortigen Anton Bruckner Privatuniversität. Er ist nicht nur als Schlagzeuger und Perkussionist hervorgetreten, sondern auch als Komponist groß angelegter Werke für klassisch kammermusikalische Besetzungen. Daneben hat er bisher vier Gedichtbände vorgelegt.